- Jahrtagsfeiern

Schon Pfarrer Gottstein hatte die Idee, eine Jahrtagsstiftung für die gefallenen Bürger einzurichten. Durch seinen Weggang wurde sie nicht verwirklicht. Erst 1847 wurde in Landshut diese Idee wieder aufgegriffen und in die Tat umgesetzt.k-Titelblatt Rede 1848

Am 9. November 1848 fand der erste gestiftete Gedenkgottesdienst unter Beteiligung der Landwehren der 4 Städte – diese hatten auch das nötige Geld gesammelt – statt. Im folgenden Jahr beschloss man, 1855 – und dann alle 5 Jahre – eine größere Gedenkfeier zu halten, was dann auch geschah. Doch diese Tradition hielt sich nicht lange. Schon 1865 fiel die Feier recht klein aus – wahrscheinlich war der Stadtbrand von Moosburg die Ursache – und im folgenden Jahr zerschlug der „Deutsche Krieg" alle Pläne und mit der Auflösung der Landwehren 1868 geriet das Schlachtendenkmal von Gammelsdorf für Jahrzehnte in Vergessenheit.

k-Programm 1855Im Jahre 1855 hatte man bei dem Maler Behringer ein Ölgemälde in Auftrag gegeben, das dem König Maximilian II. geschenkt wurde, der sich auch herzlich bedankte. Außerdem fertigte man nach diesem Gemälde Lithographien, die verkauft wurden.k-Schlachtenbild 2

In den Jahren 1892 – Einweihung der neuen Fahne des Kriegervereins – und 1913 bzw. 1963 – 600-Jahrfeier, bzw. 650-Jahrfeier der Schlacht bei Gammelsdorf - stand das Denkmal wieder im Interesse der Öffentlichkeit. Doch danach wurde es wieder still auf dem ehrwürdigen Schlachtfeld.

Erst durch Georg Lohmeier, der 1974 Gammelsdorf zum Zentrum des Patriotismus erkor und hier jährlich seine sog. „Exklamation" verkündete, rückte die Schlacht bei Gammelsdorf und damit auch das Denkmal wieder in das Licht der Öffentlichkeit. k-Patriotentreffen 2012 012Unter seinem Nachfolger Sepp Obermeier griffen die Patriotenvereine 1999 wieder die alte Tradition des Zuges zum Denkmal auf und initiierten die Renovierung der Gedenksäule.k-Patriotentreffen2010 012 Sie unterstützten auch finanziell dieses Vorhaben und so konnte man im Januar 2000 zum ersten Mal zum frisch renovierten Denkmal ziehen.  

 

 

Bildnachweis:

Abb. 1, 2: Stadtarchiv Landshut

Abb. 3 - 5: Privatbesitz