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Nach diesem überzeugenden Sieg Ludwigs verzichtete Leopold, der Bruder Friedrichs, auf einen Angriff mit seinem Westheer und zog sich wieder zurück.

Im Frieden von Salzburg im April 1314 behielten die Oberbayern die Vormundschaft über die niederbayerischen Herzogssöhne. Den Gefangenen wurden ohne Lösegeld gegen das Gelübde nicht mehr gegen ihn zu kämpfen von Ludwig die Freiheit geschenkt.

Im Oktober 1314 wurde Ludwig von der luxemburgischen Partei der Kurfürsten (Erzbischof von Mainz, Erzbischof von Trier, König Johann von Böhmen, Markgraf Woldemar von Brandenburg, Herzog Johann von Sachsen-Lauenburg) in Frankfurt zum Deutschen König gewählt und am 25. November in Aachen vom Mainzer Erzbischof gekrönt. k-Ludwig d. B. Grabplatte Erzbischof Mainzk-Ludwig u. FriedrichFriedrich der Schöne wurde zur selben Zeit von der Gegenpartei der Kurfürsten, unter anderem dem Bruder Ludwigs Pfalzgraf Rudolf, zum Deutschen König gewählt und in Bonn vom Erzbischof von Köln gekrönt.

Diese Doppelwahl führte in den nächsten Jahren zu wiederholten Streitereien zwischen dem Habsburger Friedrich und dem Wittelsbacher Ludwig. Die Königsfrage wurde erst endgültig nach der Schlacht bei Mühldorf, in der Friedrich gefangen genommen wurde, gelöst.k-Schlacht bei Muehldorf Burghausen

Das Verhältnis der beiden Brüder Rudolf und Ludwig, das von Beginn an nie freundschaftlich war, blieb bis zum Tode Rudolfs immer angespannt. Nach zwischenzeitlichen Versöhnungen stand man sich immer wieder feindlich gegenüber, allerdings trat Rudolf, trotzdem er die Kurwürde inne hatte, immer mehr in den Hintergrund und der Stern seines jüngeren Bruders strahlte immer heller.

 

Bildnachweis:

Abb. 1, 2: Privatbesitz

Abb.  3: Katalog der Ausstellung Kaiser Ludwig der Bayer, FFB 1997