Verbündete Friedrichs

Neben den österreichischen und steiermärker Rittern waren auf der Seite des Habsburger Heeres vor allem die niederbayerischen Ritter zu finden, die mit der Übernahme der Vormundschaft durch Herzog Ludwig IV. nicht einverstanden waren.

Es folgen einige bedeutende niederbayerische Ritter:

Grafen Albert, Alram und Albrecht von Hals: Die Grafen von Hals werden an der Spitze des Widerstands des niederbayerischen Adels gegen die Vormundschaft Ludwigs und als Führer derselben in der Schlacht bei Gammelsdorf genannt. Sie stammen von der heute abgegangenen Burg Kamm bei Ortenburg.

Heinrich der Sattelbogner: Die Herren von Sattelbogen (Satlpoger) waren eines der mächtigsten und einflussreichsten Rittergeschlechter des Bayerischen Waldes. Sattelbogen liegt im Landkreis Cham.

Graf Heinrich von Leonberg: Die Burg Leonberg liegt in der Gemeinde Marktl am Inn auf einem zum Inn vorspringenden Bergsporn.

Hartlieb Puchberger von Winzer: Er gründete die Ortschaft Winzer unterhalb der Burg. Er war Hofmeister und enger Vertrauter der Herzöge Stephan und Otto von Niederbayern.

Grafen Heinrich von Preysing der Ältere und der Jüngere: Der Stammsitz der Preysinger war Langenpreising, aber auch Kronwinkl war früh im Besitz dieses Adelsgeschlechts. Sie treten im Mittelalter als Ministeriale der Wittelsbacher auf und bekleideten ab dem 12. Jahrhundert auch wichtige Hofämter in Ober- und Niederbayern.

Calhoch von Winzer: Er berief nach dem Tode Herzog Ottos eine Versammlung auf das Schloss Winzer ein, um zusammen mit den niederbayerischen Adeligen die Vormundschaft über die unmündigen Prinzen an Friedrich von Österreich zu vergeben.

Sifrid Frumesel: Er hatte seinen Sitz in Schärding am Inn, heute zu Österreich gehörig.

Walter von Taufkirchen: Die Grafen von Taufkirchen-Gallenbachkamen um 1300 nach Guttenburg. Sie waren urprünglich Ministerialen des Grafen von Kraiburg. Schloss Guttenberg liegt bei Kraiburg am Inn.

Ludwig der Grans, Pernger der Grans: Die Grans hatten Besitz in der Gegend von Burghausen.

Ebran von Degenberg (Eberwein von Straubing): (+1318) Er stammte aus dem bedeutenden Geschlecht der Degenberger und war Vicedom in Straubing.

Heinrich Gans: Er war Vitztum a. d. Rott.

Alram Rottauer:

Heinrich Graf von Schaumberg:

Sifrid von Fraunhofen

Die bisher genannten gehörten zu den Führern des niederbayerischen Adels die sich zusammen mit den Herzogswitwen am 1. September 1313 an Herzog Friedrich von Österreich wandten.

Albrecht von Schönstein: Die Schönsteiner, ein niederbayerisches Adelsgeschlecht, hatten ihren Stammsitz bei Stallwang im Landkreis Straubing-Bogen.

Konrad und Hildebrand von Chamerau: Die Ritter von Chamerau zählten bis ins 15. Jahrhundert zu den reichsten und angesehensten Geschlechtern des Oberen Bayerischen Waldes.

 

Im Folgenden nun einige der österreichischen Adeligen:

Ulrich und Eberhard von Wallsee (Waldsee): Die Herren von Waldsee stammten aus Schwaben und erlangte mit Eberhard (+ 1288), einem Gefolgsmann von Rudolf von Habsburg, Besitzungen in Südosten. Dessen Söhne standen bald in vorderster Reihe des Habsburger Hochadels, erlangten das Erbmarschallamt, das Erbkämmereramt und waren Erbtruchsesse in der Steiermark.

Ulrich von Pfannenburg: Der steirische Graf Ulrich von Pfannenberg stammt von Pfannberg im Bezirk Graz.

Dietrich von Pilichdorf (Plichendorf): Er war Hofmarschall des österreichischen Herzogs und zählte unter Friedrich dem Schönen neben Ulrich von Wallsee zu den einflussreichsten Männern des Landes.

Herr von Maissau: Die Herren von Maissau waren ein mächtiges Ministerialen-Geschlecht, das in der gleichnamigen Ortschaft ihren Stammsitz hatte.

Herr von Kuring (Kuenring): Die Kuenringer kamen im 11. Jahrhundert in das heutige Niederösterreich und erwarben im Waldviertel und in der Wachau in den folgenden Jahrhunderten Besitzungen.

Graf von Retz: Die Grafschaft Retz in Niederösterreich an der Ens wurde um 1200 von der Witwe Sophia an Herzog Leopold VII von Österreich verkauft.

Leopold (Leitpold) von Haunberg: Die Haunsberger waren eines der ältesten Geschlechter im Land Salzburg.

Auch der Erzbischof von Salzburg, Weichart von Polheim: (* 1263, + 1315) sandte mehrere Bewaffnete, die auf Seite der Habsburger kämpften.