- Vorgeschichte

Im 13. Jh. war das Herzogtum Bayern ab 1255 geteilt in Ober- und Niederbayern (erste Landesteilung unter Ludwig II. und Heinrich XIII.).k-Bayern nach Landesteilung 1255

In Niederbayern regierten nach dem Tode Heinrichs (1290) dessen Söhne Ludwig III, Stephan I. und Otto III. Als 1312 Otto als letzter der Brüder verstarb, hinterließ er einen erst 13 Tage alten Sohn (Heinrich XV, der Natternberger), außerdem war er Vormund über die Söhne des schon 1310 verstorbenen Stephan, die ungefähr 8 Jahre (Heinrich XIV) und 5 Jahre (Otto IV) alt waren. Auf dem Sterbebett bestimmte Otto seinen Vetter Ludwig IV aus Oberbayern zum Vormund über die drei Prinzen und beauftragte die Bürgerschaft von Landshut und Straubing dafür zu sorgen, dass sein letzter Wille umgesetzt werde.

In Oberbayern hatte als Nachfolger von Herzog Ludwig II. (+ 1294) dessen Sohn Rudolph die Nachfolge übernommen, da sein Bruder Ludwig (* 1282) noch zu jung war. Erst 1308 erstritt dieser sich das Recht der Mitregentschaft.

k-Schlacht b. G. OperationsraumHerzog Ludwig IV nahm die Vormundschaft über die niederbayerischen Prinzen gerne an, verbündete sich aber erst einmal mit den Herzögen von Österreich. Es war vorgesehen, dass der älteste Prinz Heinrich später die Schwester der Habsburger Herzöge heiraten sollte. Die Städte Landshut und Straubing wandten sich, da sie dem wachsenden Einfluss Österreichs und der zunehmenden Steuerlast abwehrend gegenüber standen an den oberbayerischen Herzog Rudolph, mit dem sie im Mai 1313 einen Schirm- und Bundesvertrag schlossen. Ludwig machte darauf eine Kehrtwende, versöhnte sich mit seinem Bruder und der Vertrag mit den Städten wurde im Juli auf beide oberbayerischen Herzöge ausgedehnt. Sie besetzten, da sie befürchteten Niederbayern werde von Österreich abhängig, Landshut und Straubing und bemächtigten sich der Söhne Stephans.

Daraufhin übertrugen die Herzoginnenwitwen Agnes und Juta Friedrich am 1. September 1313 die Vormundschaft über ihre Kinder an Friedrich den Schönen und holten ihn mit Unterstützung eines Großteils des führenden niederbayerischen Adels zu Hilfe.

Friedrich der Schöne, der österreichische Herzog, nahm dieses Angebot sofort an und begab sich nach Landau, um seine Rechte wahrzunehmen. Er fühlte sich von seinem Jugendfreund Ludwig hintergangen, eine Aussprache in Landau führte zu keinem Erfolg und eine kriegerische Auseinandersetzung war unvermeidlich.

Nun wurde auf beiden Seiten eifrig gerüstet. Friedrich eilte nach Schwaben zu seinem Bruder Leopold, der ein Heer in den schwäbischen Landen der Habsburger  rüsten sollte, während er das Aufstellen eines Heeres in ihren östlichen Ländern den Herren von Waldsee übertrug. Dieses bestand nicht nur aus den österreichisch-steirischen Streitkräften, sondern wurde durch ungarische und böhmische Hilfstruppen verstärkt.

Ludwig sammelte seine Streitkräfte aus Oberbayern und dem Nordgau, konnte auf die Truppen der Städte vertrauen und gewann auch aus Schwaben einige Ritter zu seinen Verbündeten.

 

Bildnachweis:

Abb. 1: Katalog Die Zeit der frühen Herzöge Landshut 1980 

Abb. 2: Privatbesitz (Hrsg. anlässlich der Ausstellung Wittelsbach und Bayern in Landshut 1980)